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Online-Beratung

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Ihre Fragen – unsere Antworten

Hier haben wir für Anerkennungssuchende die wichtigsten Fragen und dazugehörige Antworten gesammelt, die im Zusammenhang mit einem Verfahren zur Anerkennung beruflicher Qualifikationen aus dem Ausland auftauchen können. Die Liste wird laufend aktualisiert und erweitert auf Grundlage der Erkenntnisse, die wir aus der Online-Beratung und der persönlichen Beratung gewinnen.

Die wesentlichen Informationen sowie Antworten auf wichtige Fragen können Sie auch als PDF herunterladen:

  • Download „Merkblatt berufliche Anerkennung“ in Deutsch
  • Download „Merkblatt berufliche Anerkennung“ in Englisch

 

Ihre Fragen

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Welche ausländischen beruflichen Qualifikationen können anerkannt werden?

Zu einem können Abschlüsse, die in Zuständigkeit des Bundes reglementiert sind, anerkannt werden. Es wird geprüft, ob der ausländische Bildungsabschluss mit dem inländischen Berufsabschluss gleichwertig ist. Wenn dies nicht der Fall ist, sind Ausgleichmaßnahmen wie Lehrgänge oder Prüfungen vorgesehen, um den Beruf in Deutschland ausüben zu können. Zum anderen werden gesetzliche Regelungen vorbereitet, um die Anerkennungsverfahren für reglementierte Berufe, die in der Zuständigkeit der einzelnen Bundesländer geregelt sind, zu verbessern und an das neue Bundesrecht anzupassen. Hierzu gehören Berufe wie Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte, Architekten- und Ingenieurberufe. Ausbildungsabschlüsse, die nicht reglementiert sind wie Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Einzelhandelskaufmann/frau etc. können erstmals anerkannt werden. Auch hier wird geprüft, ob der ausländische Bildungsabschluss gleichwertig ist.

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Gilt das Anerkennungsgesetz des Bundes auch für Hochschulabschlüsse?

Das Gesetz findet nur auf die Hochschulabschlüsse, die auf reglementierte Berufe zulaufen, Anwendung. Für Hochschulabschlüsse, die nicht in einen reglementierten Beruf münden, gilt das Gesetz nicht. In diesen Fällen ist es möglich, dass Sie sich unmittelbar auf dem Arbeitsmarkt bewerben. Damit Arbeitgeber die Abschlüsse besser beurteilen können, bietet es sich an, eine Bewertung der Zeugnisse durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Kultusministerkonferenz vornehmen zu lassen: http://www.kmk.org/zab/zeugnisbewertungen.html.

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Gibt es eine zentrale Anerkennungsstelle in Deutschland?

Für die Durchführung von Anerkennungsverfahren im Ausland erworbener Qualifikationen gibt es keine zentrale Anerkennungsstelle. Daher sind bundesweit unterschiedliche Anerkennungsstellen zuständig. Für die Gleichwertigkeitsprüfung zu Ausbildungsberufen im dualen System sind v.a. die Kammern zuständig. Bei den reglementierten Berufen richtet sich die Zuständigkeit nach dem jeweiligen Fachrecht und den Ausführungsbestimmungen der Länder.

Informationen über die für Ihren Beruf zuständige Stelle sowie die Verfahren erhalten Sie auf dem Informationsportal zum Anerkennungsgesetz (Anerkennungsportal) unter: www.anerkennung-in-deutschland.de. Auch eine Telefon-Hotline wurde von der Bundesregierung eingerichtet. Dort werden Fragen zur Anerkennung in deutscher und englischer Sprache beantwortet, und zwar jeden Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr unter der Nummer +49 (0)30 1815-1111. Es fallen die üblichen Telefongebühren ins deutsche Festnetz an. Zudem können Sie sich bei einer der Erstanlaufstellen in Ihrer Region beraten lassen, um Sie von der Antragstellung und bis zum Ende des Verfahrens zu unterstützen.

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Welche Aufgaben haben die für die Anerkennungsverfahren zuständigen Stellen?

Die Aufgabe der zuständigen Stellen ist die Prüfung und Bewertung der im Ausland erworbenen Abschlüsse hinsichtlich der Dauer und der Inhalte der mitgebrachten Qualifikation im Vergleich zu deutschen Abschlüssen. Dabei kann auch die bereits erworbene Berufserfahrung in die Prüfung mit einbezogen werden.

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Welche Unterlagen sind erforderlich?

Die Anerkennungsstelle teilt Ihnen bei der Antragstellung mit, welche Unterlagen für den Anerkennungsprozess einzureichen sind. Diese variieren je nach Bundesland, Beruf und Anerkennungsstelle. Nach der gesetzlichen Neuregelung (Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz, BQFG) im Rahmen des Anerkennungsgesetzes handelt es sich um folgende Dokumente:

  • Tabellarische Übersicht in deutscher Sprache über Ausbildungsgänge und ggf. über die bisherige Erwerbstätigkeit,
  • Identitätsnachweis (Personalausweis oder Reisepass),
  • Nachweis des im Ausland erworbenen Ausbildungsabschlusses (z.B. Zertifikate und Diplome),
  • Nachweise über einschlägige Berufserfahrung (z.B. Arbeitszeugnisse und Referenzen der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers),
  • Sonstige Befähigungsnachweise (z.B. zur beruflichen Weiterbildung),
  • Erklärung, dass bisher kein Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung nach dem BQFG gestellt wurde und
  • Nachweis, dass die Antragstellenden in Deutschland arbeiten wollen (entfällt für Staatsangehörige der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz).

Die zuständige Stelle kann Originale oder beglaubigte Kopien der Unterlagen verlangen. Originale sollten niemals verschickt werden, sondern nur persönlich bei der zuständigen Stelle vorgelegt werden. Gegebenenfalls können auch einfache Kopien Ihrer Unterlagen ausreichen. Es sollen Übersetzungen der Unterlagen ins Deutsche vorgelegt werden. Diese sind von Dolmetscherinnen und Dolmetschern oder Übersetzerinnen und Übersetzern anzufertigen, die im In- oder Ausland öffentlich bestellt oder beeidigt sind. Die zuständige Stelle kann aber auch auf Übersetzungen verzichten. In den einzelnen Fachgesetzen können die Details des Verfahrens unterschiedlich ausgestaltet sein. Genaue Auskunft geben Ihnen die zuständigen Stellen.

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Welche Ergebnisse kann ein Anerkennungsverfahren liefern?

Ein Anerkennungsverfahren kann zwei mögliche Ergebnisse erzielen; es sind dies

  • der positive Bescheid (die Einstufung als gleichwertig),
  • der negative Bescheid (es bestehen wesentliche Unterschiede bezüglich Ausbildungsdauer und/ oder -inhalt).

Der negative Bescheid umfasst folgende Inhalte:

  • Bei nicht reglementierten Ausbildungsberufen werden die vorhandenen Qualifikationen dargestellt und die Unterschiede zum deutschen Abschluss beschrieben; die differenzierte Beschreibung des Qualifikationsstandes kann für eine Bewerbung im Arbeitsmarkt oder für eine gezielte Weiterqualifizierung genutzt werden.
  • Bei reglementierten Berufen sind im Falle wesentlicher Unterschiede Ausgleichsmaßnahmen (Prüfung oder Anpassungslehrgang) zur Erreichung des Berufszugangs vorgesehen.

Nach Erhalt des Bescheides empfehlen wir, zur weiteren Information eine Beratung aufzusuchen. Die Beraterin oder der Berater informiert Sie dann über das weitere Vorgehen bzw. über die Möglichkeiten eventueller (Anpassungs)Qualifizierungen einschließlich der Ansprechpartnerinnen, Asprechpartner und deren Adressen.

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Wer übernimmt die Kosten für ein Anerkennungsverfahren?

Das Verfahren ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach den Gebührenregelungen der Länder bzw. der Kammern und hängt von dem individuellen Aufwand für die Durchführung der Verfahren ab. Im Moment werden Kosten zwischen 100 und 1.000 Euro veranschlagt. Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, sollte sich an die Arbeitsagentur beziehungsweise an die Jobcenter wenden und nach Übernahme dieser Kosten fragen.

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Muss ich für die Antragstellung Deutsch können?

Grundsätzlich sind Deutschkenntnisse für das Anerkennungsverfahren nicht erforderlich. Sprachkenntnisse können jedoch verlangt werden, wenn Sie zur Ausübung des Berufs notwendig sind. Dies gilt insbesondere für einige der reglementierten Berufe. Kenntnisse der deutschen Sprache können aber auch Teil der erforderlichen Qualifikationen bei den nicht-reglementierten Berufen sein. Dies wird zum Beispiel in den kaufmännischen Ausbildungsberufen der Fall sein. Hilfestellungen bei der Beantragung der Anerkennung (z. B. Dolmetscherinnen und Dolmetscher kontaktieren) geben die Erstberatungsstellen.

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