Schulungsangebote für Berliner Jobcenter und Arbeitsagenturen

Um die Integration von Personen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt zu verbessern, braucht es eine Weiterentwicklung der interkulturellen Kompetenzen.

Das IQ Landesnetzwerk Berlin arbeitete bereits in früheren Förderphasen intensiv mit den Berliner Jobcentern und Arbeitsagenturen zusammen. Die kooperative Zusammenarbeit in der täglichen, praktischen Arbeit soll beibehalten und intensiviert werden, indem bewährte Instrumente aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Das gilt beispielsweise für die Beratung von Anerkennungssuchenden. Hier streben die Beratungsstellen im IQ Landesnetzwerk Berlin eine Zusammenarbeit Hand in Hand an.

Adressaten der IQ Angebote zur Interkulturellen Kompetenzentwicklung sind vor allem Beraterinnen und Berater der Arbeitsverwaltungen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungseinrichtungen. Ziel ist es, die genannten Adressaten für migrationsspezifische Themen zu sensibilisieren und in ihren Organisationen nachhaltige interkulturelle Öffnungsprozesse anzustoßen und Diskriminierungen abzubauen. Für diesen Zweck hält das IQ Landesnetzwerk Berlin Schulungsangebote mit zwei unterschiedlichen Schwerpunkten bereit - übergreifend zur interkulturellen Kompetenz sowie fokussiert zu Asyl und Flucht.

→ Die Gesamtübersicht der Schulungsangebote können Sie hier abrufen (PDF-Datei)

1. Basisschulung Diversity-orientierte Interkulturelle Kompetenz

Umsetzung: Stiftung SPI als Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk Berlin

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Arbeitsagenturen und Jobcentern

Inhalt: Interkulturelle Kompetenz ist keine Sonderkompetenz im „Umgang mit fremden Kulturen“. Vielmehr bezeichnet sie Fähigkeiten im zwischenmenschlichen Umgang mit Vielfalt und Verschiedenheit, die auf soziale und emotionale Kompetenzen aufbauen, über die im Grunde jeder Mensch verfügt. In den Basisschulungen geht es deshalb u. a. um die Frage, was für Kompetenzen das sind, wie man sie stärkt und wozu sie im beruflichen Alltag nützlich sein können.

Schulungstermine: Auf Anfrage

Kontakt:
Stiftung SPI – Sozialpädagogisches Institut »Walter May«
Projekt: Diversity-orientierte Interkulturelle Kompetenz für Berlin (DIKO-B)
Frankfurter Allee 35-37
10247 Berlin

Projektleitung: Daniela Schneider
Telefon: 030 68401385
E-Mail: diko(at)stiftung-spi.de

→ Weitere Informationen zur Basisschulung finden Sie im Schulungsangebot von DIKO-B (PDF-Datei).

2. Vertiefungsschulung Diversity-orientierte Interkulturelle Kompetenz

Umsetzung: Stiftung SPI als Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk Berlin

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Arbeitsagenturen und Jobcentern, die an einer Basisschulung teilgenommen haben und/ oder Führungskräfte

Inhalt: Die Vertiefungsschulungen richten sich an Führungskräfte und Mitarbeiter/innen der AA und JC, die bereits an einer Basisschulung teilgenommen haben oder entsprechende Vorkenntnisse mitbringen.

Schulungstermine: Auf Anfrage

Kontakt:
Stiftung SPI – Sozialpädagogisches Institut »Walter May«
Projekt: Diversity-orientierte Interkulturelle Kompetenz für Berlin (DIKO-B)
Frankfurter Allee 35-37
10247 Berlin

Projektleitung: Daniela Schneider
Telefon: 030 68401385
E-Mail: diko(at)stiftung-spi.de

→ Weitere Informationen zur Vertiefungsschulung finden Sie im Schulungsangebot von DIKO-B (PDF-Datei).

Schulung zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen

Umsetzung: Otto Benecke Stiftung e.V. als Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk Berlin

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Arbeitsagenturen/ Jobcentern und Beratungsfachkräfte der Berliner Integrationslandschaft mit Multiplikatorenfunktion

Inhalt: Die Schulung vermittelt einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen der Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und deren Geltungsbereiche. Es wird vertiefend auf das Anerkennungsverfahren und die zuständigen Stellen eingegangen und im Rahmen von Fallbeispielen lernen die Teilnehmenden die erworbenen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Ferner werden die Beratungsstellen und -formate des IQ Landesnetzwerks Berlin vorgestellt und erläutert, wie Kundinnen und Kunden der Arbeitsmarktverwaltung an die Beratungsstellen verwiesen werden können.

Schulungstermine: Schulungstermine für Mitarbeitende der Jobcenter und Arbeitsagenturen finden auf Anfrage statt.

Informationsveranstaltungen für Beratende der Berliner Integrationslandschaft finden an folgenden Terminen statt:

  • Mittwoch, 18.04.2018, 9:30-11:30
  • Mittwoch, 15.08.2018, 9:30-11:30
  • Mittwoch, 07.11.2018, 9:30-11:30

Kontakt:

Otto Benecke Stiftung e.V. (OBS)
Kaiser-Friedrich-Straße 90
10585 Berlin

Frau Olesia Hausmann
Tel.: 030 345056912
E-Mail: olesia.hausmann@obs-ev.de

→ Weitere Informationen zur Anerkennungsschulung finden Sie im Infoblatt der Otto Benecke Stiftung e.V. (PDF-Datei).

Arbeitsmarktzugang und -förderung für Geflüchtete als Kundinnen und Kunden der Arbeitsagenturen und Jobcenter

Umsetzung: ein Angebot von bridge, Berliner Netzwerke für Bleiberecht.
bridge wird im Rahmen der „ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Arbeitsagenturen und Jobcentern

Inhalt: Die Schulung vermittelt einen Einblick in die aufenthaltsrechtlichen Grundlagen und relevanten Aufenthaltspapiere für Flüchtlinge. Ausführlich werden die rechtlichen Bedingungen des Zugangs zum Arbeitsmarkt für unterschiedliche Flüchtlingsgruppen erläutert. Abschließend werden mögliche Förderinstrumente der Arbeitsagenturen und Jobcenter für Geflüchtete diskutiert, zudem werden mögliche Zugänge zu Sprachkursen sowie Ansprechpartner im Rahmen der Anerkennung ausländischer Abschlüsse vorgestellt.

Schulungstermine: Auf Anfrage

Kontakt: 
bridge – Berliner Netzwerke für Bleiberecht
Beauftragter des Berliner Senats für Integration und Migration#
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin

Frau Ellahe Amir-Haeri
Telefon: 030 90172329
E-Mail: bridge(at)intmig.berlin.de

→ Weitere Informationen finden Sie hier im Infoblatt von bridge (PDF-Datei).

Interkulturelle Grundsensibilisierung im Kontext Asyl und Flucht

Umsetzung: Stiftung SPI als Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk Berlin

Zielgruppe: 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Arbeitsagenturen und Jobcentern (mit Kundenkontakt)

Inhalt:
 Mit dieser Grundsensibilisierungsschulung werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kundenkontakt für das Thema Asyl und Flucht sensibilisiert und für den Umgang mit der neuen Kundengruppe Neuzugewanderte und Flüchtlinge gestärkt. Hierbei geht es um kulturübergreifende und länderunabhängige Inhalte, die durch exemplarische länderspezifische Informationen ergänzt werden können.

Schulungstermine: Auf Anfrage.
Hinweis: Die Module 2a) und 2b) sind für das Jahr 2017 auf insgesamt 500 Schulungsplätze begrenzt.

Kontakt: 
Stiftung SPI – Sozialpädagogisches Institut »Walter May«
Projekt: Diversity-orientierte Interkulturelle Kompetenz für Berlin (DIKO-B)
Frankfurter Allee 35-37
10247 Berlin

Projektleitung: Daniela Schneider
Telefon: 030 68401385
E-Mail: diko(at)stiftung-spi.de

→ Weitere Informationen finden Sie hier im Schulungsangebot von DIKO-B (PDF-Datei).

Interkulturelle Grundsensibilisierung im Kontext Asyl und Flucht für Führungskräfte

Umsetzung: Stiftung SPI als Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk Berlin

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Arbeitsagenturen und Jobcentern mit Leitungsfunktion

Inhalt: Die Schulung gibt Führungskräften in Arbeitsagenturen und Jobcentern die Möglichkeit, vertiefend an den Themen der interkulturellen Öffnung und den damit verbundenen Anforderungen an die Kompetenzen der Mitarbeitenden zu arbeiten. Neben einer Einführung in das Thema „Asyl und Flucht“ geht es auch um eine Reflexion der Rolle als Führungskraft in einem interkulturellen Öffnungsprozess.

Schulungstermine: Auf Anfrage.
Hinweis: Die Module 2a) und 2b) sind für das Jahr 2017 auf insgesamt 500 Schulungsplätze begrenzt.

Kontakt: 
Stiftung SPI – Sozialpädagogisches Institut »Walter May«
Projekt: Diversity-orientierte Interkulturelle Kompetenz für Berlin (DIKO-B)
Frankfurter Allee 35-37
10247 Berlin

Projektleitung: Daniela Schneider
Telefon: 030 68401385
E-Mail: diko(at)stiftung-spi.de

→ Weitere Informationen finden Sie hier im Schulungsangebot von DIKO-B (PDF-Datei).

Seminarangebote von LIFE e.V. zu migrationsspezifischer beschäftigungsorientierter Beratungskompetenz für Beratungsfachkräfte in Agenturen für Arbeit und Jobcentern

August – November 2018

LIFE e.V. reagiert mit seinem Schulungsangebot auf spezifische Herausforderungen für Ratsuchende und Beratende im Prozess der beschäftigungsorientierten Beratung, die im Rahmen des IQ-Netzwerks in den vergangenen Jahren als durchgängige Stolpersteine und Hindernisse bei der Integration von Menschen mit eigenem Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt identifiziert wurden. Wir bieten dazu verschiedene themenspezifische Seminare an, in denen die Palette der besonderen Herausforderungen, denen sich Beratende wie Ratsuchende gleichermaßen stellen, behandelt werden: Was muss ich wissen, um Menschen mit Migrationshintergrund adäquat beraten zu können? In den einzelnen Seminaren wird jeweils ein Thema in den Mittelpunkt gestellt, wobei aktuelle Entwicklungen und Regelungen aufgegriffen werden. In allen Seminaren werden neben fachlichen Informationen Handlungsoptionen für den kompetenten Umgang mit den Herausforderungen vermittelt.

Seminare:

  • Damit Sprache nicht zum Stolperstein bei Beratung und Vermittlung wird

In diesem Seminar liegt der Schwerpunkt auf der Bewältigung von Hürden im  Beratungsprozess, wenn Ratsuchende nicht genügend Deutsch sprechen, um der Beratung sprachlich folgen zu können. Neben der Vermittlung von Informationen werden anhand von Fachtexten und ausgewählten Praxisbeispielen typische Phänomene der deutschen (Fach-)Sprache beleuchtet, die für die Ratsuchenden oft Stolpersteine darstellen. Daran anschließend werden gemeinsam Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Beratung und Arbeitsvermittlung erarbeitet.

  • Geschlechterstereotypen im Umgang mit Kundinnen und Kunden vermeiden -  Rollen(miss)verständnisse überwinden

Dieses Seminar unterstützt die Teilnehmenden dabei zu erkennen, wie es zu Irritationen in der interkulturellen Begegnung zwischen den Geschlechtern kommt, die im Berufsalltag zu Stolpersteinen werden können. Sie erhalten Informationen und Denkanstöße zum Zusammenhang von Migration und Geschlecht. Sie setzen sich mit kulturell geprägten Werte- und Rollenverständnissen auseinander und schärfen ihre eigene Wahrnehmung zur Vermeidung von Stereotypen im Kontakt mit weiblichen und männlichen Kunden. Beispiele aus dem Berufsalltag, die irritieren und den Beratungsprozess stören können, werden mit Hilfe von Übungen bearbeitet und konkrete Handlungsalternativen entwickelt, die den Arbeitsalltag erleichtern.

In diesem Seminar wird die Rechtsanwältin Maryam Haschemi Yekani praxisnah  die rechtlichen Rahmenbedingungen im Kontext von Diskriminierung und Gleichbehandlung erläutern, die für die Berufspraxis der Beratungsfachkräfte besonders relevant sind. Anhand von Fallbeispielen lernen die Teilnehmenden Rechtsansprüche und Spielräume kennen und erhalten Informationen zu Beratungsstellen, mit denen sie kooperieren und an die sie verweisen können.

In diesem Seminar geht es vor allem um Fragen zur Anerkennung beruflicher Abschlüsse und entsprechende Verweismöglichkeiten. Die wichtigsten Regelungen des Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (BQFG) sowie des entsprechenden Landesgesetzes Berlins werden vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen aus der Beratungspraxis wird der Ablauf von Anerkennungsverfahren aufgezeigt und erörtert, welche Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten Beratungsfachkräfte dabei haben. Dieses Seminar bieten wir In Kooperation mit der Zentralen Erstberatungsstelle (ZEA) des IQ-Netzwerks an.

Der Fremdspracherwerb geht im Kontext von Flucht und Migration immer einher mit einem Prozess der inneren Neuorientierung und unterliegt damit anderen Dynamiken als bildungs- oder freizeitorientiertes Sprachenlernen. Flucht und Migration bedeuten in der Regel den Verlust des selbstverständlichen Gebrauchs der eigenen Sprache. Sprachlosigkeit und das damit verbundene Erleben regressiver Zustände, wirken nachhaltig auf das Selbstkonzept. Hinzu kommen spezifische Lebensbedingungen, die zu Belastungen werden. Unter diesen Bedingungen kann die Zeit des Wartens nicht zwingenderweise für das Erlernen der neuen Sprache genutzt werden. Dieses Seminar vermittelt zum Verständnis dieser Prozesse fundierte Erkenntnisse über verschiedene Formen von Traumata sowie deren Auswirkungen auf die Betroffenen. Gemeinsam wird anhand von konkreten Beispielen die traumasensible Gestaltung von Beratung und Unterricht erörtert und es werden zweckmäßige Handlungsmöglichkeiten für die berufliche Praxis entwickelt. Referentin: Mag. Dr. Verena Plutzar MA, Universität Wien

Terminkalender August – November 2018

Die Seminare gehen jeweils von 9:00 bis 16:30 Uhr und finden bei LIFE e.V. in der Rheinstr. 45 
in Berlin-Friedenau statt und sind dank der Förderung kostenfrei:

  • 29.08.2018: Sicherheit im Umgang mit Gleichstellungsgesetzen und Diskriminierungserfahrungen von Kundinnen und Kunden (Anmeldungen bitte bis 20.08.2018)
  • 05.09.2018: Damit Sprache nicht zum Stolperstein bei Beratung und Vermittlung wird (Anmeldungen bitte bis 20.08.2018)
  • 19.09.2018: Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse im Rahmen migrationsspezifischer Beratung (Anmeldungen bitte bis 10.09.2018)
  • 31.10.2018: Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse im Rahmen migrationsspezifischer Beratung (Anmeldungen bitte bis 20.10.2018)
  • 15.11.2018: Flucht und Trauma und ihre Implikationen für die bildungs- und beschäftigungsorientierte Beratung und den Deutschunterricht (Anmeldungen bitte bis 31.10.2018)

Auf  Nachfrage:

  • Geschlechterstereotypen im Umgang mit Kundinnen und Kunden vermeiden - Rollen(miss)verständnisse überwinden

Kontakt und Anmeldungen:

Heidemarie Kollatz, kollatz(at)life-online.de, Tel. 030.308 798-30

LIFE – Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V.

Rheinstr. 45
12161 Berlin  
www.life-online.de